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Baunataler Handballer verlieren am Ende einer dennoch erfolgreichen Saison und werden Siebter

Abreibung statt i-Tüpfelchen: Baunataler Handballer verlieren 21:34 gegen SG Schalksmühle-Halver

Baunatal. Zum Tüpfelchen auf dem i hat‘s am Ende einer physisch harten Saison dann doch nicht mehr gereicht. Stattdessen gab es für die Baunataler Eintracht-Handballer eine deftige Abreibung: 21:34 (10:16) verloren die Großenritter gegen die SG Schalksmühle-Halver.

Dennoch haben sie ihr Saisonziel eines einstelligen Tabellenplatzes erreicht und freuen sich als Tabellensiebter über den Einzug in die erste Runde des DHB-Pokals.

Das Spiel

Eine Viertelstunde lang beeindruckten die Hausherren mit konsequenter Deckung und sehr variablem Angriffspiel. Dem verheißungsvollen Auftakt (6:4/16.) aber folgte ein totales Nachlassen. Erst gingen Konzentration und Biss verloren, dann die spielerische Linie. „Nach der Erkrankung von Phil Räbiger hatten wir auf der linken Seite keine personellen Alternativen. Und angesichts von nur neun Feldspielern stieg unsere Fehlerquote dann stetig an“, sagte Rechtsaußen Sven Vogel, der effektivste Schütze.

Kapitän Christian Schade gestand ein, „dass uns das Mittwochspiel gegen Melsungen zu viele Körner gekostet hatte – physisch wie psychisch. Die Luft war irgendwie raus.“ Komplett. Ballverluste zuhauf, Fehlwürfe, drei desolate Siebenmeter – es gab viele Gründe für das nachfolgende Debakel. So bekam Felix Geßner, der beste Feldtorschütze der Liga, kaum ein Anspiel, andererseits beeindruckte der junge Frederik Drönner mit sieben Treffern.

Die Saison

Im zweiten Drittliga-Jahr ging es für den GSV weiter bergauf – wenn auch nicht stetig. Auch weil Ruhe bewahrt wurde nach vier Niederlagen zu Beginn. Den 0:8 Punkten gegen die Topteams folgten 14:2 Zähler im Spätherbst, dann 1:11 im Januar/Februar und schließlich wieder 11:3 am Ende für eine ausgeglichene Bilanz (30:30). „Wir wollten nach dem Fehlstart rasch in ruhiges Fahrwasser kommen, das haben wir geschafft“, sagt Kapitän Christian Schade und beschreibt die Eintracht „in dieser Drittliga-Zweiklassengesellschaft“ als „Best of the Rest“.

Trainer Mirko Jaissle begründet dies in der Rückkehr der Leistungsträger zu Normalform und in der Steigerung der jungen Leute wie Daniel Horn, Niklas Plümacher und Freddy Drönner: „Sie haben den nächsten großen Schritt in ihrer Entwicklung gemacht.“ Was umso bemerkenswerter ist, als angesichts großen Verletzungspechs häufig nur fünf, sechs Spieler trainieren konnten und Teamtraining zu selten war.

Die Finanzen

Zweieinhalb Jahre nach der Pleite der Zweitliga-GmbH ist die Eintracht wirtschaftlich konsolidiert. „Es war ein Kraftakt, aber wir haben als Abteilung und Verein keine Altlasten mehr“, sagt Handball-Chef Claus Umbach. Und, wie die gute Seele Wolfgang Leimbach sagt: „Es ist wieder Ruhe eingekehrt im Verein.“ Auch die nächste Saison werde seriös mit rund 150.000 Euro geplant, sagt Umbach, während „die Topteams 500.000 bis 800.00 Euro zur Verfügung haben“.

Der Ausblick

Vier Wochen Urlaub nur gibt es für die Eintracht, schon Anfang Juni wird das Team mit den Neuzugängen in die Vorbereitung auf die nächste Saison starten. Offen ist noch, ob der DHB die Baunataler in der Westgruppe bleiben lässt. Trainer Jaissle sagt: „Das wäre für uns perfekt.“ Offen ist auch noch, auf wen das Team in der ersten Runde des DHB-Pokals am 27./28. August treffen wird. Selbst ausrichen wollen die Großenritter ein solches Viererturnier aber nicht.

Quelle: HNA

Baunatal: Horn, Paar – Gbur 2, Hujer 1, Plümacher, Schade 1, Vogel 4, Schütz, Geßner 3, Gabriel 3, Drönner 7.

Schalksmühle: Formella, Plessers – Eigenbrodt, Wardzinski 4/2, Wesseling 3, Spannekrebs 6, Luciano 2, Merhar 7, Dmytruszynski, Jansen 2, Müller 3, Ludwig 3/1, Mayer 3, Brüning 1.

Bericht aus Schalksmühle

Saisonstatistik GSV Eintracht Baunatal 2016/17:

Tabellenplatz: 7

Punkte: 30:30

Tore: 871:894 (im Schnitt: 29,03 erzielte Tore pro Spiel)

Tore durch 7m: 61 bei 103 Versuchen (Quote: 59,22%)

Spieler

Spiele

Tore

davon 7m

Pro Spiel

Felix Geßner

27

178

2

6,59

Marvin Gabriel

30

144

9

4,8

Phil Räbiger

26

138

0

5,3

Sven Vogel

27

109

28

4,04

Paul Gbur

28

87

0

3,1

Christian Schade

27

67

21

2,48

Niklas Plümacher

30

50

0

1,66

Finn Hujer

29

41

0

1,41

Frederik Drönner

27

27

1

1

Maximilian Schütz

30

15

0

0,5

Dennis Weinrich

4

12

0

3

Niklas Willrich

5

2

0

0,4

Constantin Paar

30

1

0

0,03

Daniel Horn

29

0

0

0

Gesamt

30

871

61

29,03

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